Großer kommunaler Versorger Ein neues Zielbild – gemeinsam entwickelt

1. Ausgangslage & Kontext

Ein großer kommunaler Versorger stand vor einem strategischen Wendepunkt: Nach einem umfassenden Wechsel in der Geschäftsführung (technisch und kaufmännisch) war klar – es braucht ein gemeinsames Zielbild, das Orientierung gibt.

 

Zwar existierten bereits strategische Vorarbeiten aus vergangenen Jahren (Vision 2030, interne Strategiewerkstatt, Arbeitsgruppen), doch diese waren in der Organisation nicht mehr präsent oder wurden nicht mehr aktiv gelebt. Die neue Geschäftsführung wollte bewusst unabhängig, partizipativ und zukunftsgerichtet starten.

 

Der Wunsch: Eine Vision und Mission, die Substanz hat – und trägt. Keine Worthülsen, sondern ein echtes strategisches Leitbild.

2. Der strategische Hebel: Gemeinsame Richtung – aus dem Team heraus

Die Herausforderung lag weniger im Mangel an Ideen – sondern in der Vielzahl an Perspektiven, Spannungen und Erwartungen.

Fragen wie:

  • „Ist Nachhaltigkeit ein strategisches Ziel – oder ein untergeordnetes Prinzip?“
  • „Wie wirtschaftlich müssen wir in Zukunft wirklich agieren – und mit welchen Kriterien?“
  • „Wird Kundenzentrierung neu definiert – oder bleibt sie, wie sie war?“

All diese Themen standen im Raum.

 

Gleichzeitig bestand der ausdrückliche Wunsch, dass das Zielbild nicht durch externe Beratung vorformuliert wird – sondern durch das eigene Führungsteam.

 

Die Aufgabe des Facilitators:

Den Raum halten, Struktur geben, Entscheidungen ermöglichen – ohne Inhalte vorzugeben.

3. Format & Methodik

Strategie-Workshop (2 Tage)

Ort: Externes Tagungshotel

Teilnehmer: ca. 12 Personen – Geschäftsführung, Bereichsleitungen, zentrale Führungskräfte

 

 

Methodischer Ablauf:

 

  • Reflexion von Verantwortung & Zweck des Unternehmens
  • Visualisierung vorhandener Spannungen & Strategielücken
  • Entwicklung eines Zielbildes (Vision/Mission)
  • Synthese & Überarbeitung früherer Strategieansätze
  • Ableitung erster Initiativen und Leitplanken
  • Konsens über nächste Schritte & weitere Steuerung

Eingesetzte Methoden:

North Star Canvas, Zielbild-Collage, Entscheidungsarchitektur, „Wie-könnten-wir?“-Technik, Commitment-Kurve

4. Ergebnis & Wirkung

Nach zwei intensiven Tagen lag nicht nur ein klar formuliertes Leitbild auf dem Tisch – sondern vor allem ein gemeinsames Verständnis über Richtung, Prioritäten und offene Fragen.

  • Vision & Mission wurden aus dem Team heraus entwickelt – mit hoher Identifikation
  • Frühere Strategiearbeiten wurden integriert, geprüft und sinnvoll weiterentwickelt
  • Strategische Leitplanken wurden definiert
  • Erste Handlungsfelder priorisiert
  • Die Dynamik im Team veränderte sich spürbar – von zäh zu motiviert

„In kürzester Zeit, ohne den Druck zu spüren, waren wir in der Lage, ein gemeinsames Zielbild zu entwickeln – das wirklich trägt.“

 

„Ich habe gemerkt, wie wichtig es war, dass alle ihre Sicht einbringen konnten – und wir trotzdem zu einem gemeinsamen Bild gekommen sind.“

 

„Das, was wir hier gemacht haben, ist wie ein Betriebssystem für strategische Entscheidungen.“

Stimmen aus dem Team (sinngemäß)

„Ich hätte nicht gedacht, dass wir in zwei Tagen so viel Klarheit erreichen.“

„Am Ende stand nicht ein Kompromiss – sondern ein gemeinsames Ziel.“

„Man merkt, dass du das gern machst – und gut kannst.“

„Das war nicht moderiert, das war geführt – und zwar genau richtig.“

„Wir konnten uns zeigen – und trotzdem kam Struktur rein.“

6. Fazit & Empfehlung

Der Workshop war nicht der Abschluss eines Strategieprozesses – sondern sein Auftakt. Und gerade deshalb so wirksam.


Er hat Klarheit geschaffen über das Warum, das Wohin und das Wie – und zugleich das Führungsteam in seiner Integrationsfähigkeit gestärkt.


Kein Buzzword-Bingo, keine vorgefertigten Folien. Sondern ein Prozess, der Tiefe und Richtung verbindet.


„Das war kein Berater-Workshop – sondern ein Raum, in dem wir selbst gedacht haben. Und genau das hat gefehlt.“