Strukturen schaffen, die Wachstum tragen

1. Kontext & Ausgangslage

Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien war in den letzten Jahren stark gewachsen – mit neuen Standorten, Produkten und Zielgruppen. Die Geschäftsführung hatte kluge Entscheidungen getroffen, neue Tochtergesellschaften gegründet, ein starkes Marktwachstum genutzt – und dabei enormen persönlichen Einsatz gezeigt.

 

Doch dieser Erfolg hatte seinen Preis:

Die Umsetzung war oft personengebunden. Es fehlten strukturierte Prozesse, wiederholbare Abläufe und eine klare Übersicht über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Viele Themen liefen gleichzeitig – ohne gemeinsame Priorisierung. Entscheidungen blieben in den Köpfen, Meetings versickerten in der Woche, und das Team reagierte oft statt proaktiv zu handeln.

 

Der Geschäftsführer erkannte:

„Ich kann nicht alles allein tragen – und mein Team braucht Klarheit, wie wir gemeinsam skalieren können.“

2. Ziel & Fragestellung

Der Workshop hatte drei Ziele:

  1. Ein gemeinsames Bild: Welche Prozesse tragen unser Geschäft wirklich – und wo brechen wir ein?
  2. Struktur schaffen: Wie sieht ein skalierbares System aus – und welche Rollen und Verantwortlichkeiten braucht es?
  3. Umsetzung starten: Was tun wir jetzt sofort – und was bauen wir in den nächsten Monaten gezielt auf?

3. Format & Methodik

Das Kernteam bestand aus 10 Personen – Geschäftsführung, Teamleiter aus Umsetzung, Technik, Marketing und Vertrieb, sowie ein externer Sparringspartner aus der technischen Projektleitung. Alle Beteiligten kannten sich – aber hatten noch nie gemeinsam auf die Strukturen hinter dem Unternehmenserfolg geschaut.

 

Der zweitägige Workshop fand vor Ort statt – fokussiert, interaktiv und klar in der Führung.

Im Zentrum standen:

  • Strukturierte Reflexion der aktuellen Prozesse – Was läuft wie? Wer ist wofür zuständig?
  • Prozessmapping: Wie kommt ein Projekt vom Lead bis zur Übergabe durch das Unternehmen?
  • Visualisierung der Brüche – Was ist wiederholbar, was ist personengebunden?
  • Klartext-Arbeit an Reibungen, Missverständnissen, Spannungen
  • Priorisierung und Roadmap – Was muss jetzt passieren, was später, was lassen wir bewusst aus?
  • Zuständigkeiten und Umsetzungstakt – Wer übernimmt was?

4. Ergebnisse

Nach zwei Tagen lagen auf dem Tisch:

  • Eine klare Visualisierung der Geschäftsprozesse
  • Ein gemeinsames Bild über Engpässe, blinde Flecken und Doppelstrukturen
  • Eine Roadmap mit priorisierten Maßnahmen
  • Erste Quick Wins für die nächsten 4 Wochen – konkret, machbar, im Team verteilt
  • Und vor allem: ein neues gemeinsames Verständnis, wie dieses Unternehmen wachsen kann – ohne dass alles an der Geschäftsführung hängt

Ein Teilnehmer brachte es so auf den Punkt:

 

„Ich habe selten erlebt, dass in zwei Tagen so viel Klarheit entsteht – und trotzdem so wenig Theater.“

5. Stimmen aus dem Team

„Du hast unsere Komplexität sichtbar gemacht – und dann für Ordnung gesorgt.“

„Wir haben Dinge ausgesprochen, die vorher nur jeder für sich gedacht hat.“

„Man konnte fast zusehen, wie das Team in den Modus kam: Wir kriegen das hin – zusammen.“

„Ich habe zum ersten Mal gesehen, wo meine Rolle eigentlich andockt – und was ich auch loslassen kann.“

Die Struktur war geschaffen – nicht als abstrakter Plan, sondern als gemeinsam getragenes Fundament.
Das Team war aktiviert, die Rollen klar, der nächste Schritt formuliert.
Was vorher diffus war, war jetzt sichtbar – und bearbeitbar.
Und der Geschäftsführer?
Der war spürbar entlastet.


Er hatte nicht nur Struktur gewonnen – sondern ein Team, das endlich Verantwortung mittrug.